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Berichterstattung zum Singener Steherrennen
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 Foto: Birgit Rinklin |
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Mut wird belohnt - diese alte Weisheit aus Rennfahrerkreisen traf auch für die RIG-Verantwortlichen beim Saisonabschluss auf der Singener Radrennbahn am vergangenen Sonntag zu. Mit der richtigen Taktik wurden sie und die Zuschauer mit packenden Duellen belohnt. Einen gelungenen Einstand feierte der Deutsche Meister Jan-Eric Schwarzer mit seinem Sieg vor Gerd Dörich. Dieser verabschiedete sich zugleich von "seinem" Singener Publikum. In der WD-Dittus-Sommerbahnmeisterschaft ging die Jahreswertung an Simon Arnold, Singen, und Victor Wischnewski, Donaueschingen.
Grau verhangener Himmel und eine nasse Kurve nach dem Ziel, so präsentierte sich die Singener Radrennbahn zum geplanten Start des Saisonfinales. Doch nachdem die letzten Regentropfen versiegten, gingen die Schrittmacher ans Werk. Mit jeder gefahrenen Runde wurde die Bahn trockener und schließlich konnte der Startschuss abgefeuert werden.
Gleich im ersten Lauf über 70 Runden zeigte Gerd Dörich, Böblingen, dass er bei seinem letzten Start in Singen ganz vorne ankommen wollte. Früh übernahm er die Spitze und wehrte Angriff um Angriff ab. Doch 20 Runden vor Schluss musste er Peter Jörg, Schweiz, vorbei ziehen lassen. Und dann auch Mario Vonhof, Nürnberg, und Jan-Eric Schwarzer, Bielefeld. In einem packenden Finale fuhren diese drei Fahrer rundenlang nebeneinander auf der Bahn. Es setzte sich schließlich Vonhof vor Jörg, Schwarzer und Dörich durch.
Im zweiten Lauf über 85 Runden machte Beat Breu den jungen Konkurrenten das Rennen schwer. Der Sieger der Zürich Metzgete 1981 vor Henry Rinklin setzte sich früh an die Spitze und wehrte zahlreiche Angriffe ab. Doch zur Rennhälfte übernahm wiederum Vonhof die Führung. Jedoch konnte auch er sich nicht entscheidend absetzen. Noch etwa 15 Runden waren zu fahren, da drehte Gerd Dörich auf. Bislang eher unauffällig unterwegs, stiess er von Platz vier an die Spitze vor. 500m vor dem Ziel waren Schwarzer, Jörg und Dörich gleichauf, dann gelang Dörich der entscheidende Vorstoss. Er holte sich den Sieg vor Schwarzer, Jörg und Vonhof.
Vor dem letzten Lauf über 100 Runden war damit alles wieder offen. Dörich, Schwarzer, Vonhof und Jörg - jeder konnte noch gewinnen. Zuerst übernahm aber wieder Beat Breu die Führung. Und wieder konnte er sich lange an der Spitze behaupten. Aber sein Mut wurde diesmal nicht belohnt. Die vier Führenden zogen nach Rennhälfte an ihm vorbei und nach ständigem Führungswechsel gingen Schwarzer, Dörich und Jörg gleichauf in die letzte Runde. Hier zeigte Schwarzer, warum er Deutscher Meister wurde. Er legte nochmals einen drauf und holte sich mit dem Sieg im 3. Lauf auch den Tagessieg vor Dörich, Jörg, Vonhof, Breu und Kaiser.
Im 9. Lauf um die WD-Dittus-Sommerbahnmeisterschaft wurden vier Disziplinen gefahren. Im Ausscheidungsrennen siegte Matthias Anlicker, Achkarren, vor Victor Wischnewski, Donaueschingen und Julian Backes, Singen. Auch das Punktefahren sicherte sich Anlicker mit einem Vorstoss zu Beginn des Rennens. Auf den zweiten Rang fuhr Backes vor Simon Arnold, Singen, und Michael Kreiß, Heilbronn.
Im folgenden Handicaprennen gelang Lucas Fußnegger, Schwenningen, ein Start-Ziel-Sieg, vor Arnold und Luhmann. Den Sieg im abschliessenden Temporennen sicherte sich wiederum Anlicker mit einem Vorstoss zehn Runden vor Schluss. Die weiteren Plätze gingen an Backes vor Wischnewski und Arnold.
In der Gesamtwertung der neun Läufe um dieWD-Dittus-Sommerbahnmeisterschaft gab es damit keine Änderungen mehr. Sieger in der Klasse der Schüler/Jugend wurde Arnold vor Fußnegger und Luhmann. Bei den Junioren/Elitefahrern ging der Gesamtsieg an Wischnewski vor Anlicker und Backes.
Und mit den Siegern strahlte dann auch die Sonne um die Wette, so dass eine ereignisreiche Bahnsaison einen herrlichen Abschluss fand.
Mit freundlichen Grüßen
Birgit Rinklin
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(30. September 2007, Birgit Rinklin) |
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