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Nach knapp zweijähriger Bauzeit wurde der Ersatzneubau der ältesten noch im Rennbetrieb befindlichen Radrennbahn der Welt in Erfurt – Andreasried am 20. November 2007 von Oberbürgermeister Andreas Bausewein vor über 100 Gästen aus Sport, Politik und Wirtschaft den Erfurter Radsportlern übergeben.
Bereits 1885 befand sich an dieser traditionsreichen Stelle eine Erdbahn die vierzehn Jahre später der ersten Betonpiste weichen musste. Eine 454m –Betonpiste folgte dann 1925 die 1975 mit einer moderneren 333m – Piste, die den damaligen Erkenntnissen entsprach ersetzt wurde. Diese inzwischen marode gewordene Bahn wurde seit dem vergangenen Jahr mit Fördermitteln des Bundesinnenministeriums, des Freistaates Thüringen und der Stadt Erfurt und einem Gesamtetat von 5,8 Millionen Euro grundlegend saniert. Mit 22 000 Kubikmetern Erdstoff, 600 Tonnen Stahl und einer 6800 Quadratmeter großen (etwa ein Fußballfeld) durchscheinenden Membrankonstruktion aus hochfesten PVC - beschichteten Polyestergewebe gefertigten Überdachung ist die 250m – Betonpiste mit einem Kurvenüberhang von 43 Grad zu einem weiteren Schmuckstück Erfurter Sportstätten geworden. Die Überdachung und die hellbeige Fahrfläche bieten den Akteuren und bis zu 3000 Zuschauern mit einer 250 Lux – Lichtanlage eine große Helligkeit im Innenraum. Nach Meinung von Rene’ Wolff, Erfurts Olympiasieger und Sprint – Weltmeister, sowie seinem Trainer Jochen Wilhelm ist das neue Andreasried die beste Betonbahn auf der er jemals gefahren ist. Das Erfurter Radstadion ist neben Leipzig, Köln, Hamburg und Cottbus die fünfte überdachte Piste in Deutschland.
Gute Aussichten für den fast 100-köpfigen Radsportnachwuchs aus Erfurt und Umgebung und auch für die Asse der Blumenstadt bei ihrer Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Peking. Anfang Mai soll die große Eröffnungsveranstaltung der Sprinter und Steher über die Bühne gehen. Dazu passt auch die Absicht des Präsidenten des Thüringer Radsport Verbandes, Jürgen Beese, sich beim BDR für repräsentative Veranstaltungen in Erfurt einzusetzen.
Text und Fotos: Volker Brix
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