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Die Freunde der Erfurter Radrennbahn sind erleichtert. Nach langem Hin und Her ist am 27. Februar 2006 der Startschuss zur Sanierung der traditionsreichen Radrennbahn Erfurt-Andreasried mit dem Abbruch der gegenwärtigen 333-Bahn erfolgt.
An gleicher Stelle begann die Erfurter Rennbahn-Story bereits 1885 mit einer Erdbahn die damals schon überhöhte Kurven hatte. Dem Fortschritt im Bahnsport folgend, wurde ab 1899 mit einer ersten Betonpiste Rechnung getragen. Seitdem gab sich die Weltklasse der Sprinter und Steher in der thüringischen Landeshauptstadt regelmäßig ein Stelldichein. Deswegen wurde die stets stark frequentierte Bahn 26 Jahre später in eine moderne 454m-Piste umgebaut wurde. Dieses Profil diente bei vielen hochklassischen Rennen bis 1972 als Werbeträger der 200 000 Seelen-Blumenstadt. Seit Mai 1975 war die damals eingeweihte 333m-Bahn bis ins vorige Jahr im Blickpunkt großer Renntage. Aus lokaler Sicht legten hier die erfolgreichsten Erfurter Rene’ Wolff als Olympiasieger und Weltmeister in den Sprintdisziplinen. Olympiasieger, Weltmeister und Weltrekordler als Verfolger Daniel Becke. Detlef Macha, mit fünf Verfolgungsweltmeister-Titeln und Georg Stoltze als Träger des Regenbogen-Trikots der Steher ihre Grundlage.
Jetzt wird die immer maroder gewordenen Traditionsbahn mit einem Etat von 5,423 Millionen Euro erneut umgebaut. Nach dem Abriss der 333m-Fahrfläche werden im Sommer der Innenraum und die Fundamente gebaut. Ab September wird die transluzente Membrankonstruktion aus hochfestem PVC-Polyerstergewese als Überdachung der Traversen für 3000 Zuschauer und der Fahrfläche stehen. Danach soll noch in diesem Jahr die neue 250m-Betonpiste gegossen werden. Für das zeitige Frühjahr 2007 bleibt dann nur noch das Aufbringen des Oberbetons und der Markierungen der Fahrflächen, so dass ab Juni nächsten Jahres der Trainings- und Rennbetrieb in Erfurt, mit 200 neuen Parkplätzen direkt neben der Bahn, wieder rollen kann.
Text und Bild: Volker Brix
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