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Das regelmäßige Radtraining hat sich der Erfurter „Ete“ Zawadzki bis heute bewahrt. Auch zu seinem 85. Wiegenfest am 9. März begegnete er den Rennern beim Training, wenn er in aktueller Profibekleidung von seinen 50 bis 60 km-Runden zurückkommt.
Mit seinen 72 Kilo bei einer Körpergröße von 1,76m und dem Ruhepuls 44 frönt der Ur-Berliner, der seit einem Vierteljahrhundert in Erfurt lebt, seinem lebenslangen Hobby.
Nach der gewonnen Deutschen Jugendmeisterschaft 1937 auf der Bahn wurde der Jubilar sofort nach dem zweiten Weltkrieg Profi. Dabei glänzte er im legendären Berliner Sportpalast als Sechstagefahrer und bei den damals weit ausgedehnten Deutschland-Rundfahrten. Nach seiner Reamateurisierung wurde er DDR-Nationalfahrer und startete u.a. mit Täve Schur bei der Friedensfahrt.
Dann glänzte Zawadzki als Steher hinter Schrittmacher Herbert Schondorf(Berlin) auf der 500m-Piste in Nordhausen als DDR-Stehermeister 1953. Seine größten Erfolge feierte Zawadzki aber als Schrittmacher. Nachdem er bereits 1960 den Polen Jerzy Bek ins Leipziger WM-Finale gelotst hatte, wurde er mit Siegfried Wustrow(Leipzig) an der Rolle ein Jahr später in Zürich hinter Leen van der Meulen(Holland) Vizeweltmeister. Dritter wurde Georg Stoltze(Erfurt), der 1960 Weltmeister war, mit Schrittmacher Fritz Erdenberger(Halle). Danach gehörte er mit Stoltze ein Jahrzehnt zur Spitzenklasse im Stehersport und gewann mit ihm 1963 im Andreasried die DDR-Meisterschaft über eine Stunde.
Die zahlreichen Siege waren ihm aber nicht so wichtig wie der Spaß am Sport, den er noch heute bei allen Rennen in Erfurt genießt.
Text: Volker Brix
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